Klimafastenwoche 1: Lebensmittelverschwendung

Das Klimafasten beginnt :)! Euch erwarten sechseinhalb ganz unterschiedliche, von den verschiedenen Gruppen individuell gestaltete Wochen - reinschauen lohnt sich!


Diese Woche stellt sich Foodsharing Schwäbisch Hall in unserem Blog vor. Zudem findet Ihr heute Tipps zum Direkt-Selbst-Loslegen, und im Forum findet Ihr Anregungen zu Rezepten, bei denen auch z.B. Gemüseteile Verwendung finden, die in aller Regel im Müll landen würden, sowie Resteküche-Ideen :).


Auch Eure eigenen Ideen und Erfahrungen sind dort gefragt! Je mehr Ihr Euch diese wie auch die nächsten Wochen selbst im Forum einbringt, desto lebendiger und effektiver wird unser gemeinsames Klimafasten!


TIPP: Ihr möchtet genauer wissen, wie viel die Verhaltensänderungen, die Ihr während der Fastenzeit ausprobiert, für Euren CO2-Fußabdruck bringen? Dann berechnet ihn doch heute hier mit Hilfe des CO2-Rechners des Bundesumweltamtes - und wiederholt dies am Ende der sechseinhalb Wochen.

Was hat Lebensmittelverschwendung
mit dem Klima zu tun?

Auch wenn sie noch vergleichsweise wenig beachtet wird, ist die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung eine der größten Stellschrauben hinsichtlich der Reduktion klimaschädlicher Gase. Während wir um viele Emissionen aus der Landwirtschaft nicht herumkommen, sind fast ein Drittel davon umsonst - denn so groß ist der Anteil an Nahrungsmitteln, die laut WWF nie in unseren Bäuchen, sondern bloß im Müll landen.

Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zufolge stammen 52% der Lebensmittelabfälle aus Privathaushalten - wir haben also einen sehr großen Teil davon selbst in der Hand!

Du möchtest mehr zum Thema erfahren? Auf unserer Info-Seite zur Lebensmittelverschwendung findet Ihr ein tolles kurzes Video sowie interessante Infos und Tipps.



Was kann ich diese Woche tun?

Suche Dir aus der folgenden Liste gut zu Dir und Deinem Alltag passende Punkte aus, die Du diese Woche umsetzen möchtest!


  • Schreibe vor dem Einkaufen einen Einkaufszettel und gehe nicht hungrig einkaufen - so vermeidest Du, dass am Ende zu viel gekauft wird und ein Teil davon schlecht wird


  • Nimm Dir vor, diese Woche kein gekochtes Essen in den Müll zu werfen

Du hast Reste im Kühlschrank, aber keine Idee dazu? Wenn Du Deine Reste nicht hier im Forum findest, nenne Deine hier und lass uns gemeinsam Ideen sammeln - kennst Du z.B. schon unseren "Beste-Reste-Eintopf"?

Du hast schon eigene Erfahrungen mit Zero-Waste-Rezepten/ Beste-Reste-Rezepten? Beantworte die Fragen der anderen im Forum

  • Nimm Dir vor, diese Woche möglichst alle Teile des Gemüses/ beim Fleisch nicht nur das Brustfilet zu essen

Schaue Dir Sophia Hoffmanns Blog an und finde dort Zero-Waste-Rezepte, die in Deinen Alltag passen

Frag hier im Forum nach, wie Du auch Kohlrabiblätter oder Möhrengrün verwenden kannst - die übrigens sogar gesünder sind als das eigentlich verspeiste Gemüse selbst

Du hast selbst Rezepte für Möhrengrünsmoothie & Co? Teile sie an gleicher Stelle mit uns! Rezepte für Nieren, Leber und Co, die hierzulande in aller Regel im Müll landen oder verschifft werden, kannst Du hier posten.

  • Finde eine neue Ordnung im Obstkorb oder Kühlschrank, durch die die Lebensmittel weniger schnell verderben

Hier findet Ihr eine praktische Übersicht, wie Lebensmittel im Kühlschrank optimal gelagert werden

Bananen und Äpfel geben viel Ethylen - ein Gas, das den Reifungsprozess fördert - ab. Das ist sehr praktisch, wenn im Herbst noch unreife Paprika oder Tomaten im Obstkorb nachreifen können oder die steinharte Mango oder Avocado bei den Bananen oder Äpfeln gerade richtig reif werden, aber ärgerlich, wenn sie beieinander liegen, so dass die Äpfel mehlig, die Bananen (oder Avocado) braun und die Kiwi matschig werden. Zitrusfrüchte reifen nicht nach. Daher z.B. die Bananen zu den Oragen legen, Äpfel und Birnen gemeinsam in einen gesonderten Obstkorb. Sehr reife Früchte lieber getrennt lagern, da sie sonst alle anderen auch stark nachreifen lassen. Ein gut belüfteter Obstkorb ist daher auch besser, als z.B. Äpfel gemeinsam im Sack zu lassen.

  • Schmeiße diese Woche nichts weg, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Schaue Dir das Lebensmittel ganz genau an: sieht es noch gut aus? Rieche daran. Riecht es völlig normal? Je nach Nahrungsmittel: Fühlt es sich ganz normal an (z.B. nicht leicht ein wenig schleimig an der Oberfläche?). Wenn bisher alles passt: Probiere vorsichtig. Ist auch der Geschmack ganz normal, kannst Du das Lebensmittel weiter genießen. Insbesondere Nudeln, Dosen und Co halten noch viele Monate länger als angegeben. Bei Gewürzen nimmt das Aroma natürlich ab, doch können sie meist stärker dosiert problemlos sogar noch Jahre weiterverwendet werden.


  • Durchforste diese Woche Deine Schränke - war nicht da ganz hinten noch die Hirse, die man unbedingt mal ausprobieren wollte, für die dann aber irgendwie die kreative Eingebung fehlte und die seither in Vergessenheit geriet? Oder die Packung Hülsenfrüchte, die man immer wieder vergisst, abends für den nächsten Tag einzuweichen? Oft landen solche Käufe irgendwann im Müll, da sie abgelaufen sind, dabei bereichern sie unseren Speiseplan durchaus, wenn wir einmal die Zeit finden, ein Rezept auszutesten, das in den Alltag integriert werden könnte. Nutze diese Woche, und finde solche verborgenen Schätze, die drohen, eines Tages im Müll zu landen. Dir fehlt ein passendes Rezept dazu? Frage doch einmal hier im Forum nach - vielleicht haben andere eine gute Idee!


  • Kaufe diese Woche bewusst auch krummes Gemüse - denn schon bevor die Lebensmittel bei uns landen, werden enorme Mengen sinnlos aussortiert, nur weil sie nicht der Norm entsprechen. Gemeinsam können wir als Verbraucher zeigen, dass wir das nicht möchten - denn im Regal landet, was viel gekauft wird.


Wir wünschen Euch viel Freude beim Mitmachen :)!

Postet gerne Eure Erfahrungen/ Gedanken unter den Beiträgen als Kommentar.



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