Achtsamkeit

Image by Juan Pablo Mascanfroni

Wenn wir die Schönheit der Natur um uns herum bewusst sehen, dankbar sind für das, was wir haben, statt auf das zu achten, was unser Nachbar vielleicht mehr hat, ist es so viel leichter, diese Welt zu lieben und damit auch schützen zu wollen und der Immer-mehr-Falle zu entgehen.

Daher kann auch Achtsamkeits-Training ein Baustein zum Klimaschutz sein, der uns ganz nebenbei auch glücklicher machen kann :). Denn Forscher haben belegt, dass - im Gegensatz zu mehr Besitztümern, die kurzfristige Glücksgefühle auslösen - Wertschätzung der positiven Seiten des eigenen Lebens, Zeit mit geliebten Menschen, neue Anwendungen für die eigenen Stärken und praktizierter Optimismus unser Glück nicht nur kurz-, sondern auch langfristig steigern *. Viele dieser Punkte können mit einem Achtsamkeitstraining geübt werden - denn auch das haben Studien gezeigt: auch hier gilt "Übung macht den Meister" :).

Daher wollen wir hier ein paar einfache Beispiele vorstellen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen:

 

  1. Smartphone Detox: Wähle eine bestimmte Zeit am Tag, zu der Du Dein Smartphone z.B. 1 Stunde lang ausschaltest (etwa vor dem Schlafengehen, was den Schlaf wesentlich verbessert, was wiederum zu einer ausgeglichenen Grundstimmung am nächsten Tag führt). Diese Zeit kannst Du besonders gut für Punkt 2 nutzen. Steigere die Zeit nach Belieben.

  2. Me Time: Nimm Dir ganz bewusst einmal am Tag Zeit für Dich - je nach Familiensituation kann die Dauer sehr unterschiedlich sein, doch auf die Länge kommt es nicht in erster Linie an. Ob Du alleine joggen gehst, oder bewusst Zeit mit guten Freunden oder der Familie verbringst - das liegt bei Dir. Hauptsache, Du genießt sie bewusst und tust, was Dir gut tut.

  3. Bewusst wahrnehmen: ob es beim Spaziergang oder auch im ganz normalen Alltag ist - rieche, schmecke, fühle, betrachte und lausche Deine(r) Umwelt ganz bewusst. Genieße den Moment. Schon kleine Momente können uns helfen, leere Speicher wieder aufzufüllen. Das können ganz unterschiedliche Situationen sein - an die frische Luft gehen und die Natur bewusst betrachten, riechen und hören, bewusst etwas Leckeres schmecken und riechen, statt es hektisch hinunterzuschlingen, bewusst die Zeit mit einem Menschen verbringen, den man gern mag,... .

  4. Dankbarkeitstraining: versuche, Dich auf das im Leben zu konzentrieren, was gut läuft, und dankbar dafür zu sein. Wir können oft nicht ändern, was das Leben mit uns macht - aber unsere Sicht auf dieses Leben haben wir selbst in der Hand. Auch die Glücksforschung hat gezeigt, dass die innere Haltung oft wichtiger ist als die äußeren Umstände. Man kann trotz schlechter Umstände glücklich und trotz bester Umstände unglücklich sein. Gerade in Bezug auf den Klimawandel kann die Flut an Negativ-Informationen deprimierend wirken. Sich darauf zu konzentrieren, bremst uns aus. Konzentrieren wir uns hingegen auf die Schritte, die wir erfolgreich gehen, haben wir Grund zur Freude und können gemeinsam erstaunlich viel erreichen :).

  5. Wochenrückblick: mache z.B. einmal die Woche einen Wochenrückblick. Was macht Dich gerade besonders glücklich? Wie kannst Du diese Momente in Deinem Alltag mehren? Was belastet Dich oder läuft nicht gut? Fällt Dir eine Lösung ein, diese Momente weniger werden zu lassen? Auch ein Tagesrückblick ist eine Möglichkeit. Versuche, selbst an schlechten Tagen auch wenigsten einen positiven Punkt zu finden. Selbst negative Punkte enthalten oft genug versteckt positive Begleiterscheinungen, wenn wir genau hinschauen.

  6. Digital Detox: Mache beispielsweise in den Ferien einen Tag/ eine Woche eine digitale Pause - kein Fernsehen, kein Internet, ...

  7. Entrümpeln: auch das kann ein Teil eines Achtsamkeitstrainings sein - siehe auch hier

  8. Meditation: sie kann dabei helfen, die Fähigkeit, positive Gefühle zu empfinden, stärken* - hierbei können auch Meditations- und Achtsamkeitsapps helfen, sie in den Alltag zu integrieren.

  9. Ehrenamtliches Engagement: Auch Sinn im eigenen Leben zu spüren, ist ein wichtiger Baustein des persönlichen Glücks - für andere da sein und sich mit anderen für den Klimaschutz einsetzen tut also auch zugleich uns selbst gut :).

  10. Nachhaltiger Konsum: Der Glücksatlas 2020 hat gezeigt: "70 Prozent der Deutschen gibt es ein gutes Gefühl, nachhaltig einzukaufen. Zudem sind nachhaltige Shopper nachweislich glücklicher mit ihrem Leben."

 

*Quelle: GLÜCK - the world book of happiness - Hg. Leo Bormans, dumont-Verlag

 

Tipp für Familien: ein sehr schönes Buch über Achtsamkeit für Kinder ist das Buch "happy - das Buch vom Glück des Moments"

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